SCC entscheidet Klub-Derby souverän für sich
Sportclub gegen Sportclub: Im Vereinsderby setzte sich der SCC gegen die Adler durch. Und zwar überaus deutlich. Ein Spieler überragte mit gleich vier Treffern.
Der SC Charlottenburg (SCC) hat das klubinterne Duell gegen die Adler klar mit 12:3 (4:0, 4:0, 4:3) gewonnen und sich damit am Konkurrenten vorbei auf den fünften Platz geschoben. Gegen ersatzgeschwächte Gäste war der SCC am Samstagabend über die gesamte Spielzeit das dominantere Team – nutzte seine Chancen aber auch überaus effizient, während den Adler insbesondere im ersten Abschnitt das Abschlussglück fehlte.
Von der ersten Minute an gaben die Gastgeber den Ton an – im wahrsten Sinne des Wortes. Nur wenige Sekunden waren gespielt, da knallte SCC-Stürmer Ivan Patayala den Puck an den Pfosten. In der 7. Minute besorgte Christopher Hillen dann das 1:0. Auf der linken Seite setzte sich der Stürmer durch und überwand Adler-Keeper David Engel mit einem harten Schuss ins rechte untere Eck. Das 2:0 in der 10. Minute erzielte Valerian Sokolovskyi in Überzahl mit einem Abstauber, Patayala hatte den Puck von hinterm Tor fein in den Slot gelegt.
Dem 3:0 kurz darauf ging ein Puckverlust der Adler im Mitteldrittel voraus: Wieder war es Hillen, der allein aufs Tor zog, und wieder strahlte der SCC-Stürmer den Puck unhaltbar für Engel in die Maschen (10. Minute). Mit dem 4:0 kurz vor Ende des Drittels durch Sokolovskyi verlor das klubinterne Derby schon früh an Spannung.
Dabei war der Spielverlauf bis dato keineswegs so deutlich, wie es das Ergebnis darstellte. Die Adler hatten durchaus gute Möglichkeiten. In der 8. Minute kam Daniel Schneider frei zum Abschluss, in der 12. Minute knallte Dennis Hermann den Puck an den Pfosten. In der 17. Minute war es erneut Hermann, der am langen Pfosten den Puck nicht am Schoner von Lucas „Die Katze“ Koletzki vorbei bekam. Der SCC-Schlussmann bewies in den ersten 20 Minuten mehrfach, dass er zu den besten Torhütern der Landesliga Berlin zählt.
Mit einem sehenswerten Treffer knüpfte der SCC früh im Mittelabschnitt an die Leistung der ersten 20. Minuten an. Hillen eroberte an der eigenen Blauen den Puck, lief auf links durch und passte die Scheibe mustergültig in die Mitte, wo Jonathan Liebig mit einem One-Timer auf 5:0 stellte – dabei mit einem Knie auf dem Eis (22. Minute). Für den 36-Jährigen war es ein besonderer Treffer, hatte er doch die meiste Zeit der Saison verletzungsbedingt gefehlt. Kurz darauf bestrafte Patayala eine Nachlässigkeit in der Adler-Abwehr. Der Stürmer setzte einem verunglückten Pass ins Drittel der Adler nach, setzte sich gegen den Verteidiger durch und überwand Adler-Keeper Engel schließlich mit der Rückhand (24. Minute).
Mit dieser deutlichen Führung nahm die Gegenwehr der Gäste nun sichtbar ab: Die Adler, bei denen mehrere Leistungsträger fehlten, fanden im Mitteldrittel offensiv kaum statt. Der SCC agierte dagegen weiter zielstrebig nach vorn – und kam mit schnellen Gegenstößen zum Erfolg. Einen dieser Konter nutzte der an diesem Tag mit vier Treffern überragende Hillen zum 7:0 (29. Minute). Das 8:0 wenig später erzielte Topscorer Patayala, der kurz vor Ende des Drittels mit einem Penalty noch die Chance auf einen weiteren Treffer bekam. Adler-Keeper Engel parierte jedoch glänzend.
Im Schlussabschnitt kamen die Zebras gegen müder werdende Gäste noch zu vier weiteren Treffern. Umgekehrt hatten nun aber auch die Adler das verdiente Abschlussglück – und hielten mit drei eigenen Treffern das Debakel etwas in Grenzen. Es blieb – trotz der clubinternen Rivalität – auch eine insgesamt faire Partie. Einzige Ausnahme: Der Check zum Kopf durch Steve Roubicek kurz vor Schluss, für den der Routinier vom souveränen Schiedsrichtergespann zu Recht eine Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt bekam.
Am kommenden Wochenende trifft der SCC in seinem letzten Saisonspiel auf die Wikinger vom Berliner Schlittschuh-Club. Ein Platz unter den ersten Vier, der zur Teilnahme am Saisonfinale berechtigt, ist selbst bei einem Sieg nicht mehr möglich. Mit einem Erfolg könnten die Zebras allerdings den fünften Platz zurückerobern, falls die Adler in ihrem letzten Spiel die Allstars von Fass Berlin besiegen sollten.
SCC sucht Verstärkung für die Saison 2026/2027
Derweil richtet sich der Blick der Verantwortlichen bereits auf die kommende Saison. Der SCC sucht gelernte Spieler, die in der Landesliga Berlin Eishockey spielen wollen. Interessenten können sich an die Vorstände Sebastian Kohrt und Karsten Röbisch wenden unter
Torstatistik
1:0 7. Min Hillen (Cahoj)
2:0 10. Min Sokolovskyi (Patayala, Cahoj)
3:0 10. Min Hillen
4:0 19. Min Sokolovskyi (Patayala, Dreßler)
5:0 22. Min Liebig (Hillen)
6:0 24. Min Patayala
7:0 29. Min Hillen (Liebig, Dreßler)
8:0 31. Min Patayala (Sokolovskyi, Wilson)
8:1 44. Min Schwarzkopf (Müller)
9:1 47. Min Hillen (Cahoj, Koletzki)
10:1 49. Min Kohrt (Wilson)
10:2 55. Min Roubicek (Runst)
11:2 58. Min Patayala (Sokolovskyi)
11:3 60. Min Giese (Mathea T.)
12:3 60. Min Ulrich (Schweder)
Strafminuten
SCC: 10 (2 – 2 – 6) SCC Adler: 33 (2 – 4 – 27)