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SCC unterliegt dem Tabellenführer

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Viele Schüsse, wenig Ertrag: Offensiv war der SCC nicht sehr effizient. Foto: SCC

Ersatzgeschwächt stößt der SCC im Duell gegen die Wikinger an seine Grenzen: Der Landesliga-Spitzenreiter erwies sich als die ausgeglichenere Mannschaft  – und in der Offensive zielstrebiger. 

Der Sport-Club Charlottenburg (SCC) hat sein Auswärtsspiel am Samstagabend gegen den Berliner Schlittschuhclub 1b (BSC) „Die Wikinger“ verdient mit 2:7 (0:1; 0:3; 2:3) verloren. Der SCC spielte zu Beginn gut mit, leistete sich aber an diesem Abend zu viele Patzer, die die Gastgeber eiskalt auszunutzen wussten.

SCC-Trainer Ralph Tibursky musste für das wichtige Spiel auf mehrere Akteure verzichten. Doch die personelle Schwächung machte sich anfangs nicht bemerkbar. Der SCC gab im ersten Drittel den Ton an und kam zu vielen Abschlüssen – auch bedingt durch zwei Überzahlsituationen. Richtig zwingend wurde es allerdings selten, viele Schüsse gingen neben das Tor oder wurden zur leichten Beute für den an diesem Tag gut aufgelegten Club-Keeper Ben Weyrauch. Umgekehrt machten es die Wikinger besser. Joris Gabrisch vollendete einen Konter zum 1:0 (9. Minute).

War die Führung nach den ersten 20. Minuten noch etwas glücklich, wurde der Club dieser mit einer starken kämpferischen Leistung im zweiten Drittel mehr als gerecht. Die Gastgeber spielten aggressiv und nutzten die erzwungenen Fehler der Gäste gnadenlos aus. In Unterzahl erkämpfte sich BSC-Stürmer Gabrisch im Mitteldrittel den Puck und überwand im Alleingang SCC-Keeper Lucas Koletzky zum 2:0 (25. Minute). Dem 0:3 wenige Augenblicke später ging ein Puckverlust des SCC im Aufbauspiel in der neutralen Zone voraus: Michael Reinhardt schickte Sergej Schnarr auf rechts in die Spur, der vor dem Tor Sebastian Reinhardt bediente, der ohne Gegnerdruck zum Abschluss kam (26. Minute).

Der SCC hatte in dieser Phase offensiv wenig anzubieten. Ein Pfostentreffer in Überzahl von Valerian Sokolovskyi war noch die gefährlichste Aktion (34. Minute). Umgekehrt gelang dem BSC mit einem Traumtor noch das 4:0: Nils Herrle verwandelte in der 37. Minute mit einem Schuss aus spitzem Winkel.

Mit Beginn des dritten Drittels schlug das Pendel um. Nun war es der SCC, der wieder das Zepter übernahm und das Spiel in die Hälfte der Wikinger trug. Konsequenterweise kamen die Zebras zu zwei schnellen Toren. In der 43. Minute erkämpfte sich Sokolovskyi den Puck tief im Drittel der Gastgeber und bediente Ivan Patayala, der frei vor dem Tor keine Mühe hatte, Weyrauch zu überwinden. Wenig später vollendete der SCC ein Überzahlspiel: Ein Geschoss von Filip Cahoj schlug leicht abgefälscht unhaltbar zum 2:4 ein (45. Minute).

Doch mit eigenen Fehlern nahm sich der SCC die Chance auf eine erfolgreiche Aufholjagd. Nun zeigte sich auch die fehlende Tiefe im Kader. Beim 2:5 bekam der SCC den Puck im eigenen Drittel nicht geklärt, Sebastian Reinhardt bediente den frei vor dem Tor stehenden Herrle (48. Min). Auch beim 2:6 wenig später schenkte der SCC im Spielaufbau im eigenen Drittel den Puck leichtfertig her – Sebastian Reinhardt erzielte seinen zweiten Treffer. Den Schlusspunkt in der Partie setzte erneut Herrle, der nach schöner Vorarbeit von Patrick Balko über rechts vom langen Pfosten vollendete (56. Minute).

Nach der dritten Saisonniederlage steht der SCC unter Zugzwang, um den Einzug in die Meisterrunde der besten sechs Teams nicht noch zu verpassen. Am kommenden Wochenende müssen die Charlottenburger unbedingt gewinnen. Gegner sind dann die Bären vom ERSC.

Torstatistik

1:0        9. Min                 Gabrisch (Heinze)
2:0        25. Min               Gabrisch
3:0        26. Min               Reinhardt S. (Schnarr, Reinhardt M.)
4:0        37. Min               Herrle
4:1        43. Min               Patayala (Sokolovskyi)
4:2        45. Min               Cahoj (Wilson)
5:2        48. Min               Herrle (Reinhardt S.)
6:2        51. Min               Reinhardt S. (Balko, Heinze)
7:2        56. Min               Herrle (Balko)

Strafminuten

BSC 1b: 36 (4 – 26 – 6) SCC: 12 (2 – 6 – 4)

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